Nachhaltige Herstellung ?
Die chemische Herstellung des Chitosans ist noch sehr komplex bei dieser werden gefährliche Chemikalien verwendet, welche die Umwelt belasten. Neben der ätzenden Esssigsäure wird auch eine hochkonzentrierte 50%tige Natronlauge benötigt, diese erfordert hohe Sicherheitsvorkehrungen. Beide Stoffe müssen vor der Entsorgung neutralisiert werden (Säure wird mit Lauge, Lauge wird mit Säure vermischt bis der pH-Wert sich dem Wert 7, also neutral annähert).
Siehe die 1 Regel der Grünen Chemie:
"Verschmutzung vermeiden: Chemische Synthesen bzw. Prozesse und Reaktoren so gestalten, dass Verschmutzungen und Verseuchungen vermieden werden können."

Forscher (²) fanden jedoch heraus das es möglich, ist die zur Herstellung verwendeten Chemikalien wieder aufzubereiten oder durch andere umweltfreundlichere Stoffe zu ersetzten.
Als Beispiel verliert die 50% Natronlauge bei der Deacetylierung nur einen geringen prozentualen Teil Natriumhydroxid und kann durch eindampfen oder hinzugeben von festen Natriumhydroxid (NaOH) recycelt werden. Auch den Prozess der Atomeffizienz finden wir in den Grundprinzipien der Green Chemistry wieder:
"7. Die Maximierung der Atomeffizienz: Synthesen und Reaktionen so gestalten und nutzen, dass sie die maximale Ausbeute ermöglichen. Es sollten keine/wenige Atome der Ausgangsreagenzien übrig bleiben."
Es wäre auch möglich die Lauge zu verdünnen, um sie für die Deproteinierung der Krabbenschalen zu verwenden.
Diese Maßnahmen könnten den Verbrauch der zur Herstellung verwendeten Rohstoffe reduzieren und somit die Kosten. Natürlich wirkt sich dies auch positiv auf die Ökobilanz aus.
Quellen:
2 Von Krustentier zum Biokunststoff von Philip Börsch, Diplomarbeit 01.09