Junger Hamburger entwickelt ein schonendere Chitosansynthese
Ein Aufatmen bescherte uns die Forschungsergebnisse eines jungen Forschers des Frauenhofer Instituts in Hannover, Christian Schmalz ist es gelungen ein Enzym aus Bakterien zu isolieren welches es möglich macht Chitosan aus Chitin zu gewinnen ohne naturbelastende Chemikalien zu verwenden.
Von diesen auf dem Meerersboden lebenden Bakterien hat er ein Enzym isoliert und es genetisch so verändert, dass nachdem er es in eine Bakterie einpflanzte und diese klonte, diese Chitin abbauten. Als Zwischenprodukt entstand Chitosan. Die enzymatische Herstellung von Chitosan ist im Gegensatz zur chemischen, sowohl simpler als auch ökologischer. Außerdem könnte diese die Herstellungskosten senken. Ist man erst in der Lage das Chitin enzymatisch mit Hilfe von Bakterien zu Chitosan abzubauen, so erhält man den einfachen Vorteil das man keine riskanten Chemikalien mehr verwenden muss. Außerdem können sich Bakterien nach einer Zersetzung an ein anderes Chitinteil ketten, sie werden nicht wie NaOH verbraucht. Diese Art der Herstellung erfüllt gleich mehrere Bedingungen der Green Chemistry:
"8. Anwendung von sicheren Lösungsmitteln und Reaktionsbedingungen; wenn möglich Einsatz von Hilfsstoffen vermeiden."
"12. Das Risiko für Unfälle zu minimieren."
Christian Schmalz wurde mit dem Huger-Geiger Preis ausgezeichnet und hat sein isoliertes Gen zum Patent angemeldet. Ein weiterer Vorteil dieser Herstellungsart ist die hohe Reinheit und Qualität des Stoffes.


Quellen:
Henrike Henschen, innovations Report, Wirkstoff aus Krabbenschalen 01.09
www.innovations-report.de/html/berichte/preise_foerderungen/bericht-62267.html